Eine Löschwasserzisterne ist für viele Industrie und Gewerbebetriebe eine wichtige Komponente der betrieblichen Löschwasserversorgung. Besonders bei größeren Gebäuden, Produktionsstätten, Lagerhallen, Logistikzentren, landwirtschaftlichen Betrieben und abgelegenen Standorten kann eine eigene Löschwasserbevorratung erforderlich sein, wenn das öffentliche Wassernetz die benötigte Wassermenge nicht zuverlässig bereitstellen kann.
Wer eine Löschwasserzisterne kaufen möchte, sollte deshalb nicht ausschließlich auf den Preis oder das Speichervolumen achten. Entscheidend ist, dass der Behälter zum jeweiligen Standort, zum erforderlichen Löschwasservolumen, zur geplanten Entnahme und zum Brandschutzkonzept passt.
Die Auswahl lässt sich am besten in mehreren Schritten durchführen. Von der Ermittlung des Wasserbedarfs über die Prüfung der örtlichen Gegebenheiten bis zur technischen Ausstattung sollten alle wichtigen Faktoren vor der Bestellung berücksichtigt werden.
Schritt 1: Den erforderlichen Löschwasserbedarf ermitteln
Der erste Schritt beim Kauf einer Löschwasserzisterne besteht darin, den tatsächlichen Bedarf zu bestimmen. Nicht jedes Gebäude benötigt dieselbe Menge an Löschwasser. Die erforderliche Speicherkapazität hängt unter anderem von der Nutzung des Gebäudes, der Größe des Objekts, den vorhandenen Brandabschnitten und dem jeweiligen Brandschutzkonzept ab.
Für kleinere Projekte kann ein bestimmtes Speichervolumen ausreichend sein, während Industrieanlagen oder große Logistikgebäude deutlich größere Reserven benötigen können.
Typische Größen von Löschwasserzisternen können beispielsweise 50, 100, 120, 150 oder 200 m³ umfassen. Bei größeren Projekten können auch darüber hinausgehende Volumen erforderlich sein.
Die benötigte Größe sollte daher nicht einfach anhand einer allgemeinen Empfehlung ausgewählt werden. Stattdessen sollte der konkrete Löschwasserbedarf vor der Bestellung fachlich ermittelt werden.
Schritt 2: Das passende Speichervolumen festlegen
Nachdem der Löschwasserbedarf bekannt ist, kann das notwendige Speichervolumen festgelegt werden. Dabei sollte ausreichend berücksichtigt werden, welche Wassermenge im Brandfall tatsächlich zur Verfügung stehen muss.
Eine Löschwasserzisterne mit 100 m³ kann für bestimmte Gewerbeobjekte geeignet sein. Bei größeren Anforderungen können beispielsweise 120 m³, 150 m³ oder 200 m³ notwendig werden.
Die Behältergröße sollte außerdem mit den Platzverhältnissen auf dem Grundstück abgestimmt werden. Ein größerer Behälter benötigt möglicherweise eine entsprechend größere Baugrube und kann dadurch die Planung der Außenanlagen beeinflussen.
Eine frühzeitige Abstimmung zwischen Bauplanung, Brandschutzplanung und Behälterauswahl hilft dabei, spätere Änderungen zu vermeiden.
Schritt 3: Den Standort der Löschwasserzisterne prüfen
Vor dem Kauf muss geklärt werden, wo der Löschwasserspeicher eingebaut werden soll. Bei einer unterirdischen Löschwasserzisterne sind verschiedene örtliche Bedingungen zu berücksichtigen.
Dazu gehören beispielsweise die verfügbare Grundstücksfläche, die Bodenverhältnisse, der Grundwasserstand und die Zugänglichkeit des Einbauortes. Auch vorhandene Leitungen, Gebäude, Zufahrten und andere unterirdische Einrichtungen können die Position des Behälters beeinflussen.
Eine genaue Prüfung des Standorts ist besonders wichtig, weil der Behälter später sicher zugänglich und entsprechend der technischen Planung betrieben werden muss.
Schritt 4: Unterirdische oder oberirdische Lösung vergleichen
Wer einen Löschwasserspeicher kaufen möchte, sollte auch entscheiden, welche Bauweise für das Projekt geeignet ist. Eine unterirdische Löschwasserzisterne bietet den Vorteil, dass der eigentliche Speicher nach dem Einbau nicht dauerhaft oberirdisch sichtbar ist.
Die Fläche über dem Behälter kann je nach Ausführung und örtlichen Bedingungen weiterhin genutzt werden. Das kann bei Gewerbegrundstücken besonders interessant sein, da dort häufig nur begrenzt Platz für zusätzliche technische Anlagen zur Verfügung steht.
Ein oberirdischer Löschwasserbehälter kann ebenfalls für bestimmte Projekte infrage kommen. Die Entscheidung zwischen beiden Varianten sollte anhand der Grundstückssituation, der technischen Anforderungen und des geplanten Nutzungskonzepts getroffen werden. Wer einen geeigneten Speicher für den Brandschutz sucht, findet bei Löschwasserzisterne kaufen wichtige Informationen zur Auswahl und Planung.
Schritt 5: Die Entnahmeeinrichtung planen
Das gespeicherte Löschwasser muss im Brandfall entsprechend dem vorgesehenen Konzept entnommen werden können. Deshalb gehört die Entnahmeeinrichtung zu den wichtigsten Punkten bei der Planung.
Je nach Projekt können geeignete Feuerwehranschlüsse vorgesehen werden. Eine mögliche Ausführung ist beispielsweise ein Storz A Anschluss. Welche Lösung benötigt wird, hängt von der jeweiligen technischen Planung und den Anforderungen der zuständigen Fachplanung ab.
Neben dem Anschluss selbst muss auch die Position der Entnahmestelle berücksichtigt werden. Sie sollte so geplant werden, dass die vorgesehene Feuerwehrzufahrt und die Löschwasserentnahme sinnvoll miteinander verbunden werden können.
Schritt 6: Die erforderliche Entnahmemenge berücksichtigen
Beim Kauf einer Löschwasserzisterne ist nicht nur die gespeicherte Wassermenge relevant. Ebenso wichtig ist die Frage, wie schnell und mit welcher Leistung das Wasser im Brandfall entnommen werden soll.
Ein großer Behälter allein reicht nicht aus, wenn die technische Entnahme nicht zum Brandschutzkonzept passt. Deshalb sollten Speichervolumen, Entnahmeeinrichtung und weitere technische Komponenten als zusammenhängendes System betrachtet werden.
Die erforderliche Entnahmemenge sollte daher bereits während der Planungsphase festgelegt werden.
Schritt 7: Die örtlichen Anforderungen in Österreich prüfen
Bei einem Projekt in Österreich müssen die jeweiligen örtlichen und technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Diese können je nach Standort und Bauvorhaben unterschiedlich sein.
Ein Projekt in Wien kann andere Rahmenbedingungen aufweisen als ein Gewerbestandort in Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol, Kärnten, Vorarlberg oder dem Burgenland.
Auch die zuständigen Stellen und die Vorgaben des jeweiligen Brandschutzkonzepts können bei der Planung eine Rolle spielen. Deshalb sollte vor dem Kauf geprüft werden, welche Anforderungen am konkreten Standort gelten.
Schritt 8: Die vorhandenen Planungsunterlagen zusammenstellen
Eine Anfrage für eine Löschwasserzisterne kann deutlich genauer bearbeitet werden, wenn bereits technische Unterlagen vorhanden sind.
Besonders hilfreich sind Angaben zum Projektstandort, zum benötigten Löschwasservolumen und zur geplanten Nutzung des Gebäudes. Falls vorhanden, können zusätzlich ein Brandschutzplan, eine Ausschreibung oder technische Planungsunterlagen bereitgestellt werden.
Je mehr relevante Informationen vorliegen, desto einfacher lässt sich feststellen, welche Behältergröße und welche technische Ausführung zum Projekt passen könnten.
Schritt 9: Die Einbausituation berücksichtigen
Eine unterirdische Löschwasserzisterne muss fachgerecht in das Grundstück integriert werden. Deshalb sollte bereits vor dem Kauf geklärt werden, welche Einbausituation vorliegt.
Die Beschaffenheit des Bodens, mögliche Grundwasserverhältnisse und die Belastung der Fläche über dem Behälter können die Auswahl und Ausführung beeinflussen.
Wenn beispielsweise Verkehrsflächen oder andere stark belastete Bereiche über der Zisterne geplant sind, müssen diese Anforderungen bereits bei der technischen Auslegung berücksichtigt werden.
Schritt 10: Auf eine geeignete Behälterausführung achten
Beim Kauf sollte nicht nur die Größe des Behälters betrachtet werden. Ebenso wichtig ist die konkrete Ausführung des Löschwasserspeichers.
Der Behälter muss für die vorgesehene unterirdische Verwendung geeignet sein und entsprechend den Anforderungen des Projekts ausgewählt werden. Dabei können beispielsweise die Einbausituation, die Belastung, die Zugänglichkeit und die geplanten Anschlüsse eine Rolle spielen.
Eine projektbezogene Auswahl ist deshalb meist sinnvoller als die Entscheidung für ein Standardmodell ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Bedingungen.
Schritt 11: Die langfristige Nutzung berücksichtigen
Eine Löschwasserzisterne wird normalerweise nicht für eine kurzfristige Nutzung angeschafft. Sie soll über einen langen Zeitraum als Bestandteil der Löschwasserversorgung zur Verfügung stehen.
Deshalb sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, wie der Speicher langfristig zugänglich bleibt und wie notwendige Kontrollen oder Wartungsarbeiten durchgeführt werden können.
Auch die Zugänglichkeit der relevanten technischen Einrichtungen sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Eine gut durchdachte Anordnung kann die spätere Nutzung und Betreuung der Anlage erleichtern.
Schritt 12: Angebote projektbezogen vergleichen
Beim Vergleich verschiedener Angebote sollten Unternehmen nicht ausschließlich den Kaufpreis betrachten. Zwei Löschwasserzisternen mit demselben Speichervolumen können sich hinsichtlich Ausstattung, Anschlüssen, Einbauanforderungen und technischer Ausführung deutlich unterscheiden.
Ein sinnvoller Angebotsvergleich sollte daher mehrere Punkte umfassen. Dazu gehören das Speichervolumen, die Behälterausführung, die Entnahmeeinrichtung, die Anschlüsse, die Lieferbedingungen und die projektspezifische Auslegung.
Auch die Frage, welche Leistungen im Angebot enthalten sind, sollte eindeutig geklärt werden.
Schritt 13: Die Kosten realistisch kalkulieren
Die Gesamtkosten einer Löschwasserzisterne bestehen nicht zwangsläufig nur aus dem Preis des Behälters. Je nach Projekt können zusätzliche Kosten für Erdarbeiten, Transport, Einbau, Anschlüsse und weitere technische Komponenten entstehen.
Auch die örtlichen Bedingungen können den Aufwand beeinflussen. Ein schwer zugänglicher Einbauort oder besondere Bodenverhältnisse können beispielsweise zusätzliche Planungs- oder Bauarbeiten erforderlich machen.
Deshalb ist ein projektbezogenes Angebot häufig aussagekräftiger als ein allgemeiner Preisvergleich verschiedener Behältergrößen.
Schritt 14: Brandschutzplanung frühzeitig einbeziehen
Eine Löschwasserzisterne sollte möglichst frühzeitig in die Gesamtplanung eines Bauprojekts aufgenommen werden. Besonders bei Neubauten bietet sich die Möglichkeit, den Speicher bereits während der Planung des Grundstücks und der Außenanlagen zu berücksichtigen.
Brandschutzplaner, Architekten, Planer und Generalunternehmer können dadurch die Position des Behälters, die Entnahmestelle und die erforderlichen Leitungen frühzeitig berücksichtigen.
Bei bestehenden Anlagen kann ebenfalls geprüft werden, wie eine zusätzliche Löschwasserbevorratung in die vorhandene Infrastruktur integriert werden kann.
Schritt 15: Eine konkrete Anfrage stellen
Nach der technischen Vorprüfung kann eine konkrete Anfrage an einen Anbieter gestellt werden. Für eine schnelle und möglichst genaue Bearbeitung sollten dabei die wichtigsten Projektdaten übermittelt werden.
Dazu gehören insbesondere der Projektstandort, das benötigte Löschwasservolumen und Informationen zur geplanten Nutzung. Wenn vorhanden, sollten auch Brandschutzpläne oder Ausschreibungsunterlagen beigefügt werden.
Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, welche Löschwasserzisterne für das Projekt geeignet ist und welche Ausführung für die geplante Löschwasserversorgung infrage kommt.
Welche Vorteile bietet eine unterirdische Löschwasserzisterne?
Eine unterirdische Löschwasserzisterne kann insbesondere auf gewerblich genutzten Grundstücken mehrere praktische Vorteile bieten. Der Speicher wird unter der Geländeoberfläche installiert und beansprucht dadurch vergleichsweise wenig sichtbaren Raum.
Die darüberliegende Fläche kann je nach Ausführung weiterhin für bestimmte Zwecke genutzt werden. Das ist beispielsweise bei Betriebshöfen, Gewerbegrundstücken, Logistikflächen und landwirtschaftlichen Anlagen interessant.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, unterschiedliche Speichervolumen zu realisieren. Dadurch können Lösungen an kleinere und größere Projekte angepasst werden.
Auch die Entnahmeeinrichtungen können projektbezogen geplant werden, sodass die Löschwasserbevorratung auf die Anforderungen des jeweiligen Standorts abgestimmt werden kann.
Für welche Betriebe eignet sich eine Löschwasserzisterne?
Löschwasserzisternen können für verschiedene Arten von Betrieben und Anlagen interessant sein. Dazu zählen unter anderem Industrieunternehmen, Produktionsstätten, Gewerbebetriebe, Logistikzentren und Lagerhallen.
Auch landwirtschaftliche Betriebe und abgelegene Standorte können von einer eigenen Löschwasserbevorratung profitieren, insbesondere wenn die öffentliche Wasserversorgung nicht ausreichend dimensioniert ist.
Die Eignung hängt jedoch immer von den konkreten Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Deshalb sollte vor dem Kauf geprüft werden, welche Wassermenge benötigt wird und wie die Entnahme im Brandfall vorgesehen ist.
Fazit
Wer eine Löschwasserzisterne kaufen möchte, sollte die Entscheidung sorgfältig vorbereiten. Das wichtigste Kriterium ist zunächst die Ermittlung des tatsächlich erforderlichen Löschwasservolumens. Anschließend müssen Standort, Einbausituation, Behältergröße, Entnahmeeinrichtung und technische Anforderungen miteinander abgestimmt werden.
Typische Speichergrößen wie 100, 120, 150 oder 200 m³ können für unterschiedliche Industrie und Gewerbeprojekte infrage kommen. Welche Größe tatsächlich benötigt wird, lässt sich jedoch nur anhand der jeweiligen Projektanforderungen zuverlässig bestimmen.
Besonders bei einer unterirdischen Lösung ist eine frühzeitige Abstimmung mit der Bau und Brandschutzplanung sinnvoll. So können die erforderliche Fläche, die Entnahmestelle und die technische Infrastruktur bereits in die Gesamtplanung integriert werden.
Für eine konkrete Anfrage sollten Unternehmen möglichst den Projektstandort, die benötigte Löschwassermenge sowie vorhandene Brandschutzpläne oder Ausschreibungsunterlagen bereitstellen. Dadurch kann die Auswahl einer geeigneten Löschwasserzisterne gezielt auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts in Österreich abgestimmt werden.

